CDU Merz macht mit

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr unterlegener Konkurrent haben sich darauf verständigt, wie dieser künftig in der CDU mitarbeiten wird.

Von Robert Roßmann, Berlin

Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz haben eine Verständigung über die Einbindung von Merz in die Parteiarbeit erzielt. Merz war auf dem CDU-Parteitag knapp gegen Kramp-Karrenbauer unterlegen. Bei der anschließenden Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden und der Präsidiumsmitglieder wollte er nicht antreten. Trotzdem hatte es seitdem Forderungen, vor allem aus dem Wirtschaftsflügel, den ostdeutschen Landesverbänden und der baden-württembergischen CDU gegeben, Merz in die Arbeit der Parteispitze einzubinden. Jetzt ist klar, wie dies geschehen soll. Merz soll nach Angaben einer Parteisprecherin Mitglied eines bereits bestehenden Expertenkreises von Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft werden, der die CDU-Spitze berät. Außerdem soll er bei Beratungen zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen "an führender Stelle" einbezogen werden. Und Merz soll mit seiner Expertise bei der Erstellung des neuen Grundsatzprogramms mitwirken. Kramp-Karrenbauer und Merz hatten in den vergangenen Wochen mehrmals miteinander gesprochen. Bei einem Telefonat am Donnerstag wurde man sich dann endgültig einig. Über die Verständigung hatte zunächst die Welt berichtet. An diesem Freitag will Merz beim "Ludwig-Erhard-Gipfel" am Tegernsee auftreten. Dort wird er vermutlich dann auch selbst etwas zu der Verständigung sagen.

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