CDU:Gekommen, um zu gehen

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Nach zehn Minuten ist alles vorbei. Annegret Kramp-Karrenbauer wirkt gefasst, als sie in Berlin ihren Verzicht erklärt. (Foto: Gregor Fischer/dpa)

Annegret Kramp-Karrenbauer sollte die CDU in die Zukunft führen, jetzt hat sie selbst keine Zukunft mehr in der Führungsspitze. Wie sich eine Volkspartei nach dem Ende der Ära Merkel selbst zerlegt.

Von Nico Fried und Robert Roßmann, Berlin

Wieder so ein Montag. Wie im Herbst 2018. Wieder ein völlig überraschender Verzicht auf den Parteivorsitz. Wieder eine Pressekonferenz im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Zentrale in Berlin. Aber diesmal, bei Annegret Kramp-Karrenbauer, ist vieles anders als damals bei Angela Merkel - oder sollte man sogar sagen: Es ist vieles anders als jüngst bei Angela Merkel? Denn so lange ist es ja noch gar nicht her, dass die Kanzlerin ankündigte, nicht mehr für Parteivorsitz und Regierungsamt zu kandidieren. Aber Merkel war 18 Jahre lang CDU-Chefin, Kramp-Karrenbauer könnte Mühe haben, es am Ende 18 Monate lang gewesen zu sein. Die Dinge beschleunigen sich in der CDU.

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