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USA:Russische Spionin Butina aus Haft entlassen und zurück in Moskau

Maria Butina

Maria Butina wirbt 2013 bei einer Demonstration in Moskau für die Legalisierung von Handwaffen.

(Foto: AP)

Maria Butina war vor wenigen Monaten noch zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie soll versucht haben, die US-Waffenlobby zu infiltrieren.

Die in den USA wegen illegaler Agententätigkeit verurteilte Russin Maria Butina ist in ihre Heimat zurückgekehrt. Die USA hatten sie nach Verbüßen einer Gefängnisstrafe abgeschoben. Nach ihrer Ankunft auf einem Moskauer Flughafen dankte sie am Samstag ihren Unterstützern, die sie mit mehreren Blumensträußen erwarteten.

Zuvor hatte ein Sprecher des Bundesgefängnisses in Tallahassee im Bundesstaat Florida bestätigte, dass die 30 Jahre alte Frau aus dem Gefängnis entlassen und der Polizei- und Zollbehörde ICE übergeben worden war, deren Beamte sie bis Moskau begleiteten. Sie war im April eigentlich zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Regierung in Moskau hatte Butinas Freilassung gefordert und von erfundenen Anschuldigungen gesprochen. Butina hingegen hatte selbst vor einem Bundesgericht in Washington eingeräumt, unter Anleitung eines Moskauer Regierungsvertreters in den USA tätig gewesen zu sein.

Butina war mit einem Studentenvisum in die USA eingereist. Sie studierte offiziell an der American University in Washington und führte eine Beziehung mit einem republikanischen Politiker aus South Dakota, als sie im Juli 2018 festgenommen worden ist. Im Geheimen aber habe sie mit hochrangigen russischen Offiziellen Kontakt gehabt und für den russischen Geheimdienst gearbeitet. Sie soll unter anderem versucht haben, die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) zu infiltrieren. Die NRA steht den Republikanern von US-Präsident Donald Trump nahe. Die US-Bundespolizei FBI hält das Studium für eine Tarnung ihrer Agententätigkeit. Auch ihre Beziehung zu dem Republikaner sei nur zum Schein gewesen.

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