Burkina Fasos Präsident Ibrahim TraoréPutschist, Politstar, Demokratieverächter

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Mit Kampfhandschuhen für die Kameras: Burkina Fasos junger Putschist Ibrahim Traoré, hier bei einem Besuch in Moskau.
Mit Kampfhandschuhen für die Kameras: Burkina Fasos junger Putschist Ibrahim Traoré, hier bei einem Besuch in Moskau. Mikhail Tereshchenko/IMAGO/ZUMA Press

Die Demokratie? Müssen wir vergessen, sagt Burkina Fasos Präsident Ibrahim Traoré. Und erreicht mit dieser Botschaft wohl mehr junge Menschen als jeder andere afrikanische Politiker.

Von Paul Munzinger, Kapstadt

Dass Burkina Fasos Präsident Ibrahim Traoré kein lupenreiner Demokrat ist, ist schon länger bekannt. Doch diese Abrechnung kam dann doch unerwartet. „Wir müssen die Demokratie vergessen“, sagte Traoré Anfang April in einem seltenen Fernsehinterview. Die Demokratie entwickle ein Land nicht, sie führe in die Sklaverei, sie töte. Kurz: Sie sei „nicht für uns“. Was Burkina Faso, was Afrika stattdessen brauche, das sei der „Geist der Revolution“.

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