Burkina Faso 18 Tote und acht Verletzte nach Angriff in Burkina Faso

Unbekannte schießen auf die Gäste eines Cafés, in dessen Nähe schon 2016 ein Anschlag verübt worden war. Hinter der Attacke werden Dschihadisten vermutet.

Bei einem nächtlichen Angriff auf ein Restaurant in Ouagadougou sind nach offiziellen Angaben mindestens 18 Menschen getötet worden, darunter zwei Attentäter. Das berichteten örtliche Medien in Burkina Faso am frühen Montagmorgen unter Berufung auf Informationsminister Remis Dandjinou. Mindestens acht weitere Menschen wurden verletzt. Die Regierung nannte den Angriff einen "Terroranschlag".

Unbekannte hatten im Zentrum der Hauptstadt von Burkina Faso am späten Sonntagabend ein Hotel und ein auch bei Ausländern beliebtes Restaurant aus automatischen Waffen beschossen. Ein Kellner berichtete, drei bewaffnete Männer seien mit einem Pickup-Truck vorgefahren und hätten das Feuer eröffnet. Polizei und Armee riegelten das Gebiet ab, lieferten sich dann Schusswechsel mit den Angreifern.

Die Staatsangehörigkeit der Opfer müsse noch geklärt werden, hieß es in der Erklärung. Aus einem Krankenhaus der Hauptstadt verlautete, unter den Toten sei auch ein türkischer Staatsbürger.

Ein Mitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Angriff sei wahrscheinlich von Dschihadisten ausgeführt worden. Das Lokal liegt nur etwa 200 Meter von einem Café entfernt, auf das Anfang 2016 ein dschihadistischer Anschlag verübt worden war. Dabei starben damals 29 Menschen, knapp 70 weitere wurden verletzt.