Bitte erschrecken Sie nicht, wenn heute um 11 Uhr die Sirenen heulen: An diesem Donnerstag ist bundesweiter Warntag, an dem der Bund testet, wie gut die Alarmierung der Bevölkerung funktioniert. Falls Sie keine Sirene hören, heißt das umgekehrt aber nicht, dass der Test gescheitert ist: Nicht alle Kommunen warnen auf diesem Weg.
Vielerorts kommt die Warnung per SMS oder App oder aufs Handy, in anderen Gegenden passiert alles zugleich – und manche Gemeinden beteiligen sich überhaupt nicht an dem Versuch. Zu welcher Gruppe Ihre Kommune gehört? Heute um 11 Uhr werden Sie es wissen.
Ungefähr zur gleichen Zeit empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin einen besonderen Gast. Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed al-Nahyan, ist zu einem Staatsbesuch in die deutsche Hauptstadt gereist – ein Herrscher, der sein Land mit aller Macht zu einer globalen Größe ausbauen will. Wie meine Kollegin Sina-Maria Schweikle berichtet, wollen die Bundesrepublik und die Emirate ihre Zusammenarbeit in Wirtschaft, Technologie und Sicherheit ausbauen.
Die Zusammenarbeit ruft aber auch Kritiker auf den Plan: Schließlich wird den Emiraten vorgeworfen, die paramilitärische RSF-Miliz im sudanesischen Bürgerkrieg mit Waffen zu beliefern. Dass Abu Dhabi diese Vorwürfe zurückweist, dürfte die angemeldeten Demonstranten nicht besänftigen.
Vermutlich haben Sie von der hitzigen Plenardebatte gestern im Bundestag gehört, in der sich Bundeskanzler Friedrich Merz und AfD-Chefin Alice Weidel ein Rededuell geliefert haben. Falls nicht (aber auch dann, wenn Sie die Debatte mitverfolgt haben), empfehle ich Ihnen dazu die Reportage meiner Kollegen aus dem Parlamentsbüro der SZ.
Ich wollte Sie aber eigentlich auf einen anderen Redebeitrag aufmerksam machen, genauer: auf den allerletzten Redner der Unionsfraktion. Das war nämlich ein gewisser Jens Spahn, bei seiner ersten Bundestagsrede seit seinem Rückzug von der Spitze der Unionsfraktion im Sommer. Mein Kollege Robert Roßmann hat zugehört.
Was heute wichtig ist
Trump verspricht jedem US-Wähler 5000 Dollar. Donald Trumps Rede auf dem Parteitag der Republikaner ist voller Eigenlob. Und macht ein Versprechen: Sollte seine Partei die Midterm-Wahlen gewinnen, bekäme jeder erwachsene Amerikaner 5000 Dollar. Das wäre allerdings in etwa so viel wie der Verteidigungshaushalt. Laut Umfragen ist Trump unbeliebt wie nie. Zum Artikel
- Newsblog zum Nahost-Krieg: Trump: Krieg endet unmittelbar nach US-Kongresswahlen
- MEINUNG Trumps Social-Media-Beiträge: In schlaflosen Nächten erträumt sich Donald Trump eine Existenz als Schurke
Sachsen-Anhalt: BSW geht mit der AfD in Gespräche. Die AfD hat alle Parteien zu Sondierungsgesprächen eingeladen. CDU, SPD, Grüne und Linke haben das ausgeschlagen. Das BSW aber habe „einstimmig“ beschlossen, die Einladung anzunehmen. Mit der AfD wolle man über Energieversorgung, Bildung und Friedenspolitik sprechen. Zum Newsblog zur Wahl in Sachsen-Anhalt
Kanzlertausch-Gerüchte: Kriegt Merz nochmal die Kurve? Bei der Generaldebatte im Bundestag wird der Kanzler grundsätzlich: Er wirft der AfD vor, mit ihren Remigrationsfantasien „ethnische Säuberungen“ zu wollen. Eine neue Erzählung zu seiner Kanzlerschaft bleibt aber aus. In der Unionsfraktion glauben manche, dass es mit Merz als Kanzler nicht mehr geht. Er ist im Überlebensmodus. Zum Artikel
- Newsblog zur Bundespolitik: Merz: AfD-Verbot löst das Problem nicht
- TV-Duell in Mecklenburg-Vorpommern: SPD vs. AfD: Wenn Manuela Schwesig ihren Zettel auspackt
Berlin: SPD-Spitzenkandidat Krach weist Vorwürfe scharf zurück. Objekte in Hannover und Berlin seien durchsucht worden, bestätigt die Staatsanwaltschaft Hannover. Es geht um den Vorwurf der Bestechlichkeit in einem Vergabeverfahren für ein Gesundheitszentrum. Krach weist das scharf zurück, eine erhaltene Spende sei sofort rücküberwiesen worden. In der SPD sind viele über den Zeitpunkt der Durchsuchungen verärgert. Zum Artikel
EXKLUSIV Krankenkassen drohen Milliarden-Verluste wegen riskanter Investments. Recherchen haben riskante Fehlinvestments von Krankenkassen enthüllt. Jetzt zeigt eine Antwort der Bundesregierung, wie hoch die Verluste tatsächlich ausfallen könnten. Allein für die 58 bundesweit agierenden gesetzlichen Krankenkassen könnte der Schaden 1,1 Milliarden Euro betragen. Zum Artikel
Weitere wichtige Themen
- Newsblog zum Ukraine-Krieg: Selenskijs Flugzeug offenbar fast von Drohne getroffen
- EXKLUSIV Spionageangst: Warum Deutschland junge Forschende aus China abweist
- iPhone Duo: Wie Apples teures Klapphandy die Fehler der Konkurrenz vermeiden will
- Tennis: Zverev kommt locker ins Halbfinale der US Open - und überholt Becker
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Dossier Digitalwende: Wie durstig sind Rechenzentren? Rechenzentren werden teils mit Wasser gekühlt, doch ihr tatsächlicher Verbrauch ist nur lückenhaft erfasst. Mit dem erwarteten Ausbau wächst die Sorge vor Konflikten um knappe Wasserressourcen. Betreiber verweisen dagegen auf sparsame Kühlsysteme. Auch wichtig: Die staatliche digitale Brieftasche heißt künftig d-you und soll am 2. Januar 2027 starten. Zum Briefing
Dossier Geoökonomie: Was das Brics-Bündnis trotz Konflikten zusammenhält. Beim Gipfel der Brics-Staaten am kommenden Wochenende in Neu-Delhi treffen Staaten mit gegensätzlichen Interessen aufeinander: China und Indien streiten darum, wer das Sagen hat, und Iran befindet sich mit anderen Mitgliedern im Krieg. Dennoch bleibt die Gruppe relevant als Forum, das die Dominanz des Westens herausfordert. Zum Briefing

