Die Bundeswehr zieht ihre Soldaten bis Ende September aus Erbil im Nordirak ab und schließt das deutsche Feldlager. Das teilte das Verteidigungsministerium an Freitag mit. Der Abzug finde „im Einklang mit den Amerikanern und den internationalen Partnern vor Ort“ statt, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Süddeutschen ZeitungZ. Demnach willolle die Bundeswehr den Umfang der Präsenz im Nordirak verkleinern. Wegen der seit Monaten angespannten Sicherheitslage durch den US-israelischen Krieg mit Iran sind derzeit ohnehin nur noch wenige deutsche Soldaten imin Erbil stationiert. Ihre Zahl soll nun weiter sinken. Künftig bleiben lediglich einige Uniformierte, etwa in beratender Funktion, vor Ort. Mit dem Abzug endet ein Kapitel, das mit dem Vormarsch des sogenannten Islamischen Staates (IS) 2015 begonnen hatte. Die im Nordirak eingesetzten Soldaten sind der deutsche Beitrag für die internationale „Operation Inherent Resolve“. Diese endet im September auf Beschluss der irakischen Regierung.