An einem heißen Augustvormittag rollt Joachim Herrler mit dem Rennrad über das weitläufige Gelände der Julius-Leber-Kaserne in Berlin. Am Kirchturm legt sich der 57-Jährige in die Rechtskurve und bringt kurz darauf sein Rad zum Stehen. An der Glastür zum Gebäude der Heimatschutzdivision klebt deren Abzeichen: zwei gekreuzte Gewehre vor grünem Grund, darunter das Eiserne Kreuz. Hinter dieser Tür wartet derzeit sein Alltag als Reservist.
BundeswehrDer Reservist
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Joachim Herrler war DJ und Werbefachmann – eher ein Freigeist als ein Strammsteher. Jetzt verstärkt er die Reserve der Bundeswehr, „weil die Zeiten es verlangen“. Die Truppe wünscht sich mehr Leute wie ihn.
Von Sina-Maria Schweikle, Berlin
