Also, die Amerikaner sind noch hier. Die Schranke geht hoch, der Pick-up mit Bundeswehr-Kennzeichen fährt an dem Camp der US-Armee vorbei, Dutzende Abrams-Kampfpanzer stehen auf einem eingezäunten Gelände. Der deutsche Brigadegeneral Christoph Huber setzt sehr darauf, dass Donald Trump diese Soldaten auch hier lässt, denn sonst würde die erstmalige Stationierung einer ganzen Bundeswehr-Brigade im Ausland deutlich riskanter. Hier im litauischen Pabradė, an der Nato-Ostflanke, sind im Eiltempo neue Kasernen, Panzerringstraßen und Schießbahnen hochgezogen worden. Derzeit läuft das Nato-Manöver „Freedom Shield“, Soldaten machen draußen an mobilen Fitnessanlagen Klimmzüge, eine riesige olivgrüne Zeltstadt wurde aufgebaut. Huber empfängt in einem kleinen Container zum Interview, hier ist sonst das Studio des Bundeswehrsenders Radio Andernach untergebracht.
Litauen-Brigade„Wir sind auf dem russischen Radar“
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Nirgendwo wird der Ernst für die Bundeswehr so sichtbar wie an der Nato-Ostflanke in Litauen. Die Soldaten bereiten sich dort auf ein Kriegsszenario vor – doch ihr Kommandeur Christoph Huber glaubt, dass man Putin abschrecken kann.
Interview von Georg Ismar (Text) und Leonie Sanke (Fotos), Pabrade
