Berlin:"So lange, so intensiv, so gefährlich"

Mit einem Großen Zapfenstreich werden die Soldatinnen und Soldaten geehrt, die am Afghanistan-Einsatz beteiligt waren. Bei der Zeremonie vor dem Reichtagsgebäude ist die gesamte Spitze des Staates anwesend.

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Großer Zapfenstreich zum Ende des Afghanistan-Einsatzes

Quelle: Christophe Gateau/dpa

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Mit einem Großen Zapfenstreich sind am Mittwochabend jene Bundeswehrsoldatinnen und Soldaten geehrt worden, die in den vergangenen 20 Jahren am Afghanistan-Einsatz beteiligt waren.

Großer Zapfenstreich zum Ende des Afghanistan-Einsatzes

Quelle: dpa

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Die gesamte Staatsspitze waranwesend (von links nach rechts): Stephan Harbarth, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU).

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Quelle: AFP

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Der Große Zapfenstreich ist das protokollarisch bedeutendste Zeremoniell der Bundeswehr. Es kommt bei Gelöbnissen von Soldatinnen und Soldaten zur Anwednung, die seit einigen Jahren verstärkt öffentlich abgehalten werden, Oder bei der Verabschiedung verdienter Persönlichkeiten wie etwa Bundeskanzlern, Verteidigungsministerinnen oder hohen Offizieren.

Abschlussappell zum Ende des Afghanistan-Einsatzes

Quelle: dpa

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Sechs Wochen, nachdem die letzten Soldaten von dort in Richtung Deutschland ausgeflogen worden sind, wurde der Einsatz am Mittwoch mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen offiziell beendet. Zunächst gab es einen Abschlussappell, am Nachmittag einen Empfang im Bundestag sowie ein Gespräch des Bundespräsidenten mit Hinterbliebenen.

Abschlussappell zum Ende des Afghanistan-Einsatzes

Quelle: Kay Nietfeld/dpa

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Gedacht waren der Appell, die Empfänge und Gespräche sowie der Große Zapfenstreich zum Ende nicht nur als offizieller Abschluss. Sondern auch als Dank des Staates an die Soldatinnen und Soldaten, die in Afghanistan Dienst getan haben, und als Gedenken an jene 59 Männer, die dort ihr Leben ließen. Für sie waren vor dem Abschlussappell im Ministerium Kränze zu sehen.

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) würdigte den Dienst der Soldatinnen und Soldaten. "Kein Einsatz zuvor hat die Bundeswehr so sehr geprägt wie dieser Einsatz in Afghanistan. Keiner zuvor war so lange, so intensiv, so gefährlich", sagte sie. Die Bundeswehr habe ihren Auftrag erfüllt, auch wenn Deutschlands Anspruch in Afghanistan größer gewesen sei, als das, was sie hätte leisten können: "Es gibt auch einiges, was die Bundeswehr als Armee nicht kann: Der Aufbau einer Zivilgesellschaft, das Errichten einer Demokratie oder der Aufbau einer Wirtschaft sind nicht der Auftrag von bewaffneten Streitkräften."

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Quelle: imago stock&people

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Anfang Januar 2002 waren die ersten Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan gelandet - als Teil der "International Security Assistance Force" (ISAF), die aufzustellen der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen kurz zuvor beschlossen hatte. Später wurde diese Mission durch den Nato-Einsatz "Resolute Support" abgelöst. Etwa 160 000 Angehörige der Bundeswehr waren über all die Jahre in Afghanistan im Einsatz, im Frühjahr waren zuletzt noch etwa 1300 Männer und Frauen dort.

GERMAN SOLDIERS

Quelle: AFP

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In den zwei Jahrzehnten des Einsatzes starben insgesamt 59 deutsche Soldaten in Afghanistan, 35 von ihnen in Gefechten oder bei Anschlägen. Das Bild zeigt eine Zeremonie am Flughafen von Kabul Ende Dezember 2002 - kurz zuvor waren sieben Soldaten bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben gekommen.

Wreath-laying ceremony to honour Germany's Afghanistan mission, in Berlin

Quelle: via REUTERS

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Am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin legten Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (von links) am Mittag Kränze nieder, um der Gefallenen zu gedenken. "Sie haben den höchsten Preis gezahlt, den ein Soldat im Auftrag seines Landes zahlen kann", sagte Steinmeier. "Wir stehen tief in ihrer Schuld."

© SZ / kast
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