Inmitten hitzig geführter Debatten über die künftige Finanzausstattung der Bundeswehr will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen einen grundlegenden Umbau der Truppe einleiten. Die CDU-Politikerin plant, die jahrelang vorherrschende Fokussierung auf Auslandseinsätze, die unter anderem als Argument für Einsparungen herhalten musste, zu beenden, und sich künftig "gleichrangig" wieder der Landes- und Bündnisverteidigung zu widmen. Dies geht aus dem Entwurf des Grundsatzpapiers "Konzeption der Bundeswehr" hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Darin heißt es, die Bundeswehr müsse vorbereitet sein, "ihren Beitrag zur nationalen Sicherheitsvorsorge" zu leisten.
Bundeswehr:Deutschland am Hindukusch verteidigen - das war einmal
Zur Zeit des Kalten Krieges betrieb die Bundeswehr etwa 2000 schwere Kampfpanzer. Heute sind es 244 Leopard 2 - nicht einmal die Hälfte davon ist einsatzbereit.
(Foto: REUTERS)- Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Rolle der Bundeswehr in der Landes- und Bündnisverteidigung stärken und dafür den Fokus von Auslandseinsätzen nehmen.
- Die Opposition spricht von einer "Bundeswehrreform durch die Hintertür".
- Der Umbau der Truppe dürfte teuer werden.
Von Mike Szymanski, Berlin

