Bundeswehr :Pistorius und der geschasste General

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Generalmajor Markus Kurczyk, hier noch als Brigadegeneral, wurde vor einem Jahr gefeuert, weil er auf einer Feier Personen sexuell belästigt haben soll. (Foto: Stefan Sauer/dpa)

Der Fall erschüttert die Truppe bis heute. Nach dem unbestätigten Vorwurf einer sexuellen Belästigung wird ein Zwei-Sterne-General in den Ruhestand versetzt, er klagt dagegen. SZ-Recherchen zu internen Abläufen und zur Rolle von zwei bekannten Politikerinnen werfen neue Fragen auf.

Von Georg Ismar, Berlin

Es ist ein tristes Ende nach einem Leben für die Bundeswehr. Generalmajor Markus Kurczyk ist auf die Bonner Hardthöhe bestellt worden. Hier erhält er von Generalinspekteur Carsten Breuer die Entlassungsurkunde in die Hand gedrückt, eine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand, unterschrieben vom Bundespräsidenten. Seine große Karriere liegt jetzt im Schatten eines Vorwurfs, der schnell an die Öffentlichkeit gelangte. Im Internet steht nun, für alle einsehbar, dass er am 23. September 2023 nach einem Vorwurf der sexuellen Belästigung vorläufig von seinen Aufgaben entbunden und am 27. Oktober 2023 in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde.

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