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Defektes Bundeswehr-Flugzeug:Flugzeugpanne verzögert Verlegung von Soldaten nach Litauen

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Musste wegen eines technischen Defekts an einem Triebwerk am Boden bleiben: ein Airbus A310 der Flugbereitschaft der Bundeswehr (Archivbild)

(Foto: dpa)
  • Ein Airbus der Bundeswehr musste wegen eines technischen Defekts zunächst am Boden bleiben.
  • Einem Medienbericht zufolge sollen die Soldaten ab August einen Großteil eines multinationalen Bataillons der Nato in Litauen stellen.
  • Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war zuletzt immer wieder in den Schlagzeilen, vor allem weil Politiker aufgrund von Pannen auf Auslandsreisen festsaßen.
  • Inzwischen ist der Airbus A310 der Flugbereitschaft ohne technische Problem in Köln gestartet.

Wegen eines technischen Defekts an einem Flugzeug konnte die Bundeswehr am Samstag nicht wie geplant Soldaten aus Thüringen nach Litauen verlegen. Die sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte der MDR Thüringen darüber berichtet.

Der Airbus A310 der Flugbereitschaft sollte eigentlich von Köln über Leipzig nach Kaunas fliegen. Es habe jedoch bereits in Köln einen Defekt an einem Triebwerk des Truppentransporters gegeben, sagte der Sprecher. Mittlerweile ist der Airbus wie geplant und ohne technische Probleme von Köln nach Leipzig gestartet. Von dort flogen die Soldaten am späten Vormittag nach Kaunas.

MDR Thüringen zufolge gehören die Soldaten zum Panzergrenadierbataillon 391, das in Bad Salzungen stationiert ist. Sie sollen ab August einen Großteil eines multinationalen Bataillons der Nato in Litauen stellen. 16 Schützenpanzer des Typs "Marder" und ein Bergepanzer des Typs "Büffel" sind ins litauische Rukla bereits per Zug unterwegs, heißt es in dem MDR-Bericht.

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war zuletzt immer wieder in den Schlagzeilen, vor allem weil Politiker aufgrund von Pannen auf Auslandsreisen festsaßen oder nicht zu Reisen starten konnten.

Die vor Kurzem zurückgetretene Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben. Die Flugbereitschaft hat insgesamt 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Vor allem die beiden Langstreckenflieger bereiteten Probleme. Von 2020 an sollen drei Flieger vom Typ Airbus A350-900 die Flotte der Flugbereitschaft verstärken. Für 1,2Milliarden Euro sollen damit ältere Flugzeuge abgelöst werden. Anders als früher, als die Bundeswehr gebrauchte Maschinen gekauft hatte, handelt es sich dieses Mal um fabrikneue Flugzeuge.

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