BundestagswahlSteinbach soll AfD im Wahlkampf unterstützen

Die frühere CDU-Abgeordnete Erika Steinbach war mit dem Kurs ihrer Partei in der Flüchtlingskrise unzufrieden und ist deshalb ausgetreten.
Die frühere CDU-Abgeordnete Erika Steinbach war mit dem Kurs ihrer Partei in der Flüchtlingskrise unzufrieden und ist deshalb ausgetreten. Bernd von Jutrczenka/dpa

Die frühere CDU-Abgeordnete will einem Medienbericht zufolge gemeinsam mit Parteivize Gauland auftreten. Ohne die AfD gebe es im Bundestag keine richtige Opposition, sagt Steinbach.

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Wer Erika Steinbach auf Twitter folgt, dem konnte eine gewisse inhaltliche Nähe zur AfD bereits auffallen. Allein an diesem Samstag hat Steinbach zwei Aussagen der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch retweetet. Jeweils mit zustimmenden Kommentaren. Nun soll die Unterstützung offenbar noch offiziellere Formen annehmen: Die frühere CDU-Abgeordnete wolle die AfD im Wahlkampf unterstützen, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Parteikreise.

An mindestens einer Großveranstaltung der Partei will Steinbach im Vorfeld der Bundestagswahl teilnehmen. Offenbar wird sie dort gemeinsam mit AfD-Vize Alexander Gauland auftreten, den sie aus ihrer Zeit in der hessischen Kommunalpolitik kennt. Zu dem Auftritt äußerte sich Steinbach nicht, aber dem Spiegel sagt sie: "Ich bin überzeugt davon, dass die AfD in den Deutschen Bundestag einziehen muss, damit es dort wieder eine wirkliche Opposition gibt." Insbesondere während der Flüchtlingskrise sei der Bundestag "wie gleichgeschaltet" gewesen, mit Ausnahme einiger kritischen Stimmen aus der Union.

Einen Eintritt in die AfD hat die ehemalige Menschenrechtsbeauftragte der Unionsfraktion aber ausgeschlossen. Steinbach war für die CDU 13 Jahre lang Stadtverordnete in Frankfurt am Main und 27 Jahre lang Bundestagsabgeordnete.

Anfang des Jahres war sie aus der Partei ausgetreten, unter anderem aus Ärger über die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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