BundestagsmandateGewählt, gewonnen, verwaist

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Die Fassade steht und spiegelt sich im Neckar – aber die politische Substanz ist ausgehöhlt: Der Bundestagswahlkreis Tübingen hat keinen Abgeordneten in Berlin mehr.
Die Fassade steht und spiegelt sich im Neckar – aber die politische Substanz ist ausgehöhlt: Der Bundestagswahlkreis Tübingen hat keinen Abgeordneten in Berlin mehr. Arnulf Hettrich/Imago

Nach der Bundestagswahl sind erstmals ganze Wahlkreise nicht mehr in Berlin vertreten. Was heißt das für die Bürger, die Region, die Demokratie? Eine Erkundung in Tübingen.

Von Max Ferstl, Roland Muschel, Tübingen

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Im Büro von Annette Widmann-Mauz, am Stadtgraben in Tübingen, stapeln sich die Umzugskartons, frisch eingetroffen aus Berlin. Darin verpackt: nur ein Bruchteil dessen, was sich in ihrem Leben als Bundestagsabgeordnete angesammelt hat. Aber irgendwo muss sie ja anfangen, dieses Leben aufzuräumen. Die Akten wird sie in den nächsten Wochen sichten und dann fertig machen für das Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung. „Aufhören ist auch Arbeit“, sagt Widmann-Mauz, vor allem nach knapp 27 Jahren im Bundestag.

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