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Bundestagswahl 2017:Özdemir will Spitzenkandidat der Grünen werden

Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen

Nun sei der richtige Zeitpunkt für eine Kandidatur gekommen, sagt Cem Özdemir.

(Foto: dpa)
  • Die Themen der anstehenden Bundestagswahl werden nach Ansicht Özdemirs Umwelt, Gerechtigkeit und Integration sein. "Von allen drei Themen verstehe ich was", sagt er in einem ARD-Interview.
  • Özdemir ist allerdings nicht der einzige Grüne, der die Partei in den Wahlkampf 2017 führen will.
  • Kathrin Göring-Eckardt gilt für das Amt der weiblichen Spitzenkandidatin als gesetzt.

Grünen-Vorsitzender Cem Özdemir bewirbt sich als Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl 2017. Das sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio in einem Interview. 2012 trat Özdemir noch nicht an, sondern ließ Jürgen Trittin den Vortritt.

Nun sei der richtige Zeitpunkt für eine Kandidatur gekommen: "Die Umstände müssen passen. Die Themen müssen passen. In der Familie muss es passen. Das tut es jetzt", sagte er. Die Themen der anstehenden Bundestagswahl werden nach Ansicht Özdemirs Umwelt, Gerechtigkeit und Integration sein. "Von allen drei Themen verstehe ich was", sagte er. Wegen des Kampfes gegen Atomkraft und der Ökologie sei er den Grünen beigetreten. "Ich komme aus einer Arbeiter- und Migrantenfamilie, das heißt die Themen Gerechtigkeit und Integration, mit denen beschäftige ich mich quasi seit meiner Geburt, seit meinen Kindheitstagen."

Wer noch Spitzenkandidat werden möchte

Weitere Kandidaten um die Spitzenkandidatur sind der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, und Robert Habeck, stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Beide hatten schon frühzeitig angekündigt, sich zu bewerben.

Trotz der starken parteiinternen Konkurrenz soll es ein fairer Wahlkampf werden, versprach Özdemir. "Wir haben uns darauf verständigt, dass wir in der Sache und nicht gegeneinander als Personen streiten. Dazu besteht auch gar kein Anlass, weil wir uns alle drei kennen und schätzen", sagte Özdemir dem ARD-Hauptstadtstudio. Er will sich demnach am Samstag in einem Internetvideo an die Parteibasis wenden.

Kathrin Göring-Eckardt gilt für das Amt der weiblichen Spitzenkandidatin als gesetzt. Nach den Statuten der Grünen muss einer der Spitzenkandidaten weiblich sein. Ende des Jahres sollen die Urwahlen für die 61 000 Grünen-Mitglieder beginnen. Voraussichtlich Anfang 2017 stehen dann die beiden Spitzenkandidaten fest.

© SZ.de/AFP/dpa/dayk/gal

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