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Bundestag:Mehr Hilfe für Kinder in Not

Der Bundestag hat am Donnerstag eine weitreichende Reform des Kinder- und Jugendschutzes verabschiedet, der aber noch der Bundesrat zustimmen muss. Unter anderem sollen Familiengerichte künftig verfügen können, dass Kinder dauerhaft in ihrer Pflegefamilie bleiben dürfen. Geschwisterbeziehungen sollen in der Kinder- und Jugendhilfe stärker berücksichtigt werden, volljährige Kinder sollen leichter in das Hilfssystem zurückkehren können und Heime besser kontrolliert werden. Im Zentrum des Gesetzes von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) stehen rund 1,1 Millionen Kinder, die unter schwierigen Umständen aufwachsen, etwa aus ihrer Familie herausgenommen wurden oder auf der Straße leben. Hinzu kommen drei bis vier Millionen Kinder, die mit psychisch oder suchtkranken Eltern aufwachsen und 360 000 Kinder mit Behinderung. Letztere sollen mittelfristig im Jugendamt ihre einzige Anlaufstelle haben, statt wie bisher teilweise zum Sozialamt zu müssen.

© SZ vom 23.04.2021 / Rike
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