Die Linke:In Teilen zuversichtlich

Die Linke: Pessimist mit Führungsanspruch: Dietmar Bartsch, langjähriger Linken-Fraktionschef im Bundestag.

Pessimist mit Führungsanspruch: Dietmar Bartsch, langjähriger Linken-Fraktionschef im Bundestag.

(Foto: Kay Nietfeld/DPA)

Um Mitternacht ist die Fraktion der Linken Geschichte. Die verbliebenen 28 Abgeordneten wollen im Bundestag als Gruppe weitermachen. Das läuft nicht ohne Drama, natürlich nicht. Über eine Partei, die sich treu bleibt.

Von Boris Herrmann und Angelika Slavik, Berlin

Das Ende besiegelt dann einfach die Uhr. Schlag Mitternacht, mit dem Anbruch des 6. Dezember, ist die Fraktion der Linken im Bundestag Geschichte. Es ist ein so unspektakulärer Verwaltungsvorgang, wie er schlechter nicht zu dieser Partei passen könnte. Wie kaum eine andere scheint die Linke das Drama gepachtet zu haben, eine ewige politische Seifenoper, die ihren jüngsten Höhepunkt in der Abspaltung der ehemaligen Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und deren Anhänger fand. Nach dem Abgang der intern als "Wagenknechte" Geschmähten sind nur noch 28 Abgeordnete im Bundestag Mitglieder der Linkspartei - zu wenig, um den Status als Fraktion behalten zu können.

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