Es ist genau 13.26 Uhr, als eine große politische Karriere der Bundesrepublik zu Ende geht. Fast 50 Jahre sitzt Wolfgang Schäuble nun schon im Bundestag. Er war Partei- und Fraktionsvorsitzender, Chef des Kanzleramts, einmal Finanz- und zweimal Innenminister. Er hat den Vertrag zur deutschen Einheit verhandelt und mit einer Rede maßgeblich dafür gesorgt, dass Berlin Bundeshauptstadt geworden ist. An diesem Dienstag nimmt Schäuble bereits zum 14. Mal an einer konstituierenden Sitzung des Bundestags teil, bei seinem Debüt saß noch Ludwig Erhard im Parlament. Und doch ist dieser Moment für ihn ein ganz besonderer. Denn er muss selbst sein Ende in der ersten Reihe der Politik verkünden.
Konstituierende Sitzung des BundestagsEin letztes Geheimnis
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Schäuble geht, Bas kommt, Merkel sitzt auf der Tribüne: Im neuen Bundestag ist der Umbruch deutlich spürbar, der das politische Berlin erfasst hat. Die Botschaft des dienstältesten unter ihnen dürfte die Abgeordneten noch beschäftigen.
Von Robert Roßmann, Berlin
