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Bundestag:Anwältin Mohamed Ali will Linksfraktion einen

Bundestag
Amira Mohamed Ali, neugewählte Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken. Foto: Carsten Koall/dpa (Foto: dpa)

Berlin (dpa) - Amira Mohamed Ali wurde 1980 in Hamburg geboren und ist dort zur Schule gegangen. Ihr Vater stammt aus Ägypten, ihre Mutter ist Deutsche. Studiert hat sie Jura in Hamburg, Heidelberg und Rom und lebt nun als Rechtsanwältin in Oldenburg.

Auf ihrer Facebook-Seite steht in fetten Buchstaben der Spruch "Rumble in the political Jungle" - ein Bezug zum legendären Boxkampf "Rumble in the Jungle" (Schlägerei im Dschungel) zwischen den US-Schwergewichtlern Muhammad Ali und George Foreman 1974 in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo.

Vor ihrer Zeit im Bundestag hat die 39-jährige Muslima nach Angaben der Linksfraktion zehn Jahre als Anwältin für einen Autozulieferer gearbeitet. Ins Parlament kam sie erst 2017 und war dort bisher nicht für typisch linke Themen zuständig: Mohamed Ali war Sprecherin der Fraktion für Verbraucher- und Tierschutz und hat sich außerdem mit den Themen Recht und Ernährung beschäftigt. Sie wird wie ihre Vorgängerin Sahra Wagenknecht dem linken Flügel der Partei zugerechnet.

Ihr Bekanntheitsgrad ist bisher nicht besonders groß. Bei Twitter hat Mohamed Ali gut 800 Follower. Vorgängerin Sahra Wagenknecht hat 412.000. Wagenknecht hinterlasse sehr große Fußstapfen, in die sie erst ein Stück hineinwachsen müsse, sagte Mohamed Ali nach ihrer Wahl zur neuen Fraktionschefin. Sie ist verheiratet, Mitglied der IG Metall und Mitglied im Deutschen Tierschutzbund.