Bundestag – Joachim Hörster (CDU)

Er war ein leiser Arbeiter im Hintergrund auf einer der wichtigsten Schaltstellen seiner Partei: Acht Jahre lang (1992-2000) agierte Joachim Hörster als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und organisierte die Abstimmungsprozesse innerhalb der Fraktion und mit den anderen Parteien. Nach der Wahlniederlage 1998 musste der Jurist, der seit 1987 im Parlament sitzt, als Geschäftsführer abtreten. In die Schlagzeilen geriet Hörster im Jahr 2000 im Zuge der CDU-Spendenaffäre um schwarze Konten und illegale Geldtransfers: Er musste eine von ihm selbst vorgenommene Bargeld-Transaktion von 1,146 Millionen DM an die Finanzabteilung der Bundespartei erklären, konnte letztlich aber nachweisen, dass es sich um Beiträge der Fraktionsmitglieder handelte.

Bild: DPA/DPAWEB 28. Juni 2013, 13:442013-06-28 13:44:48 © Süddeutsche.de/müh/dpa/josh/joku/lala