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Bundestag:"Das Anwaltsprivileg darf kein Schlupfloch sein"

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Während seiner Zeit im Bundestag verdiente der CSU-Politiker Gauweiler Millionen mit seinen Nebeneinkünften als Anwalt.

(Foto: Christoph Stache/AFP)

Viele Abgeordnete sind Rechtsanwälte, Steuer- und Wirtschaftsberater. Von ihren Nebenverdiensten müssen sie wenig preisgeben. Nach dem Fall Gauweiler stellt sich die Frage: Sollte das so bleiben?

Von Kristiana Ludwig und Hannes Stepputat, München

Kurz bevor Wolfgang Kubicki, stellvertretender FDP-Vorsitzender und Bundestagsvizepräsident, im September 2017 in den Bundestag einzog, saß er auf seinem dunklen Ledersofa in Kiel und gab dem Videojournalisten Tilo Jung ein Interview. Er sollte erklären, warum er zwar seit Jahrzehnten als Rechtsanwalt, spezialisiert auf Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, Menschen verteidigte, denen Betrug, Untreue, Korruption oder Steuerhinterziehung vorgeworfen wurde - aber nie dem Kieler Landtag offenlegte, was ihm seine teils prominenten Mandanten eigentlich bezahlten. "Es geht euch einen Scheißdreck an, was wir hier wechselseitig noch verdienen", antwortete Kubicki schlicht: "Punkt, aus, Ende."

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