Vielleicht sind es die Anschlusstermine. Immerhin kommt gleich der slowenische Ministerpräsident. Der Bundeskanzler hat jedenfalls wenig Zeit, was sich in den nächsten Minuten zum einen in einem auch für seine Verhältnisse hohen Sprechtempo niederschlägt und zum anderen einen kleinen Irrtum in einer nicht unwesentlichen Frage erklären könnte. Friedrich Merz hat im ersten Stock des Kanzleramts soeben Platz genommen inmitten der Männer, mit denen er ein paar Stockwerke höher die halbe Nacht verbracht hat.
KoalitionsausschussBange Stunden für den Kanzler
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Die Operation „Rebellen bändigen“ beginnt für Friedrich Merz schon früh am Tag, und je länger der dauert, desto deutlicher wird: Zufrieden sind die 18 jungen Unionsabgeordneten mit den Rentenbeschlüssen nicht. Es kann nächste Woche eng werden.
Von Daniel Brössler und Georg Ismar, Berlin
