Nach den jüngsten massiven Cyberattacken gegen deutsche Ziele will die Bundesregierung Sicherheitsbehörden für die digitale Abwehr mit neuen Befugnissen ausstatten. Laut einem Gesetzentwurf aus dem Bundesinnenministerium plant Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) eine weitreichende Reform der Abwehrmöglichkeiten von Bundeskriminalamt, Bundespolizei und der Cybersicherheitsbehörde BSI. Die Behörden sollen künftig nicht mehr nur präventiv tätig werden oder gefährliche Datenströme umleiten. Mit der Reform bekommen sie außerdem erstmals die Möglichkeit, in fremde Netze einzugreifen – auch im Ausland. So geht es aus dem Entwurf hervor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt.
Gesetzentwurf für CyberschutzRegierung will BKA Zugriff auf Server im Ausland erlauben
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Cyberangriffe nehmen zu, Innenminister Dobrindt will mehr Spielraum für deren Abwehr. Das BKA soll bei großer Gefahr auch außerhalb Deutschlands Server lahmlegen und Daten löschen können.
Von Markus Balser, Berlin

Exklusiv Hybrider Krieg gegen Deutschland:Fast jeden Tag ein Fall von Sabotage
Einbrüche, Diebstähle, Anschläge auf Bahn und Bundeswehr – mehr als 320 mutmaßliche Sabotagefälle hat das BKA 2025 gezählt. Das geht aus einer vertraulichen Analyse hervor. Nun plant die Regierung neue Maßnahmen.
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