Bundespräsidentenwahl:Ein rechter Hardliner und ein Spaßkandidat

Albrecht Glaser (AfD)

Albrecht Glaser

Albrecht Glaser ist der Kandidat der AfD zur Wahl des Bundespräsidenten.

(Foto: dpa)

Von 1970 bis 2012 war Albrecht Glaser Mitglied der CDU. Danach wechselte der Jurist und Burschenschaftler als eines der Gründungsmitglieder zur AfD. Im Spektrum seiner Partei gehört der 74-Jährige zu den Hardlinern am rechten Rand. Über den Islam sagte er im Mai 2016, es gebe keinen Unterschied zwischen Muslimen und Islamisten. Aus seiner Sicht sei der Islam immer eine politische Ideologie, zu deren Anspruch es gehöre, dass die ganze Welt islamisch sein müsse.

Innerhalb der AfD ist Glaser durchaus umstritten. Allerdings weniger wegen seiner politische Haltung als vielmehr wegen seiner Vergangenheit als Stadtkämmerer in Frankfurt am Main. Er hatte um die Jahrtausendwende am Stadtparlament vorbei riskante Anlagegeschäfte getätigt und die Stadt damit um hohe zweistellige Millionenbeträge gebracht. Seine Partei hätte lieber ihren Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland ins Rennen geschickt. Aber der sagte aus Altersgründen ab.

Engelbert Sonneborn (Piraten & Die Partei)

Engelbert Sonneborn kandidiert als Bundespräsident

Engelbert Sonneborn (r., mit Sohn Martin) kandidiert als Bundespräsident für die Piraten und Die Partei.

(Foto: dpa)

Warum Engelbert Sonneborn für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert? Weil er "Manieren alter Schule und einen schwarzen Anzug" habe, sagt sein Sohn Martin, der für die Satirepartei Die Partei im Europaparlament sitzt. Mit dem Slogan "Mein Vater - Euer Vater" schickte Sonnenborn junior Sonnenborn senior erst vor einer Woche als gemeinsamen Kandidaten seiner "Partei" und der Piraten in die Wahl der Bundesversammlung. Wenn es gut läuft für Sonneborn, kann er mit elf Stimmen rechnen: So viele Wahlfrauen und -männer schicken die Piraten zur Wahl.

© SZ.de/harl
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