Bundespräsidenten-Wahl:Steinmeier und seine Vorgänger

Frank-Walter Steinmeier ist Deutschlands zwölfter Bundespräsident. Ein Blick auf ihn und seine Vorgänger.

1949: Theodor Heuss (FDP)

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(Foto: Georg Schmidt/AP)

Heuss, zuvor Journalist, Staatswissenschaftler und FDP-Chef, war der erste Bundespräsident. 1954 wurde er ohne ernsthaften Gegenkandidaten wiedergewählt. Bemühte sich, zu Hause das Demokratieverständnis zu stärken - und in der Welt das Ansehen Deutschlands.

1959: Heinrich Lübke (CDU)

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(Foto: sz.sonstige)

Lübke, zuvor Bundesagrarminister, wurde der zweite Bundespräsident. 1964 auch mit den Stimmen der SPD im Amt bestätigt, was als Vorbote der Großen Koalition von 1966 galt. Schärfte das Bewusstsein der Deutschen für Entwicklungshilfe; war auch für seine Versprecher bekannt.

1969: Gustav Heinemann (SPD)

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(Foto: dpa)

Heinemann, zuvor Bundesjustizminister, wurde der dritte Bundespräsident. Seine Wahl galt als Signal für die rot-gelbe Koalition, die wenig später Willy Brandt zum Kanzler wählte. Im Amt verstand er sich als "Bürgerpräsident". Er verzichtete aus Altersgründen auf eine Wiederwahl.

1974: Walter Scheel (FDP)

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(Foto: SZ Photo)

Scheel, bis dahin Außenminister und FDP-Chef, wurde der vierte Bundespräsident. Im Amt warb er für das vereinte Europa und ermahnte junge Leute zu mehr Engagement. 1979 stellte er sich wegen neuer Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung nicht mehr zur Wiederwahl.

1979: Karl Carstens (CDU)

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(Foto: AP)

Carstens, zuvor Präsident des Bundestags, wurde der fünfte Bundespräsident. Im Amt betonte er die Bedeutung des transatlantischen Bündnisses - und mit seinen Wanderungen durchs Land seine Volksnähe. 1984 verzichtete er auf eine neuerliche Kandidatur.

1984: Richard von Weizsäcker (CDU)

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(Foto: SZ Photo)

Von Weizsäcker wurde der sechste Bundespräsident. 1989 wurde er ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Er war damit auch der erste Bundespräsident des vereinigten Deutschland. Berühmt wurde seine Feststellung, dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war.

1994: Roman Herzog (CDU)

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(Foto: imago stock&people)

Herzog, zuvor Präsident des Bundesverfassungsgerichts, wurde der siebte Bundespräsident. Forderte 1997 in seiner Berliner Rede mehr Reformmut. Es müsse ein "Ruck durch Deutschland" gehen. Kündigte schon früh seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur 1999 an.

1999: Johannes Rau (SPD)

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(Foto: SZ Photo)

Rau, zuvor Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, wurde der achte Bundespräsident. Setzte seine Amtszeit unter das Motto "Versöhnen statt spalten". Sprach 2000 als erstes deutsches Staatsoberhaupt vor dem israelischen Parlament. Trat 2004 nicht zur Wiederwahl an.

2004: Horst Köhler (CDU)

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(Foto: SZ Photo)

Köhler, zuvor Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), wurde der neunte Bundespräsident. Im Amt lenkte er den Blick der Deutschen auf die Armut in Afrika. 2009 wurde er wiedergewählt, 2010 trat er zurück, weil er bei Kritik den Respekt vor seinem Amt vermisste.

2010: Christian Wulff (CDU)

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(Foto: SZ Photo)

Wulff, zuvor Ministerpräsident von Niedersachsen, wurde der zehnte Bundespräsident. Er machte mit dem Satz Furore, der Islam gehöre zu Deutschland. 2012 trat er zurück, weil gegen ihn wegen des Verdachts der Vorteilnahme ermittelt wurde. Er wurde später freigesprochen.

2012: Joachim Gauck (parteilos)

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(Foto: SZ Photo)

Gauck wurde der elfte Bundespräsident, mit Unterstützung von CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP, Freien Wählern und SSW. Im Amt fordert er unter anderem ein stärkeres internationales Engagement Deutschlands, auch militärisch. 2017 tritt er nicht zur Wiederwahl an

2017: Frank-Walter Steinmeier (SPD)

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(Foto: dpa)

Eine überzeugende Mehrheit wählte Frank-Walter Steinmeier bereits im ersten Wahlgang zum zwölften Bundespräsidenten. Er ging als gemeinsamer Kandidat von SPD und Union ins Rennen. In seiner ersten Rede nach der Wahl zeigte sich der frühere Außenminister den deutschen als Mutmacher. Er warb dafür, auch in "stürmischen Zeiten" nicht zu verzagen und für die Demokratie zu kämpfen.

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