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Bundespräsident:Wer Gaucks Nachfolger werden könnte

Wird Norbert Lammert der nächste Bundespräsident? Gerda Hasselfeldt? Oder doch Gregor Gysi? Über die Bundespräsidenten-Nachfolge wird viel spekuliert - hier ein paar Ideen.

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Festakt anlässlich 125 Jahre IG Metall

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Norbert Lammert, Bundestagspräsident

Das spricht dafür: Der CDU-Politiker ist so etwas wie der ewige Bundespräsidenten-Kandidat. Mit präsidialen Aufgaben hat er Erfahrung: Seit elf Jahren ist er Präsident des Deutschen Bundestags.

Das spricht dagegen: Gilt manchen in der Union als eitel. In der SPD ist er zudem nicht sonderlich gut angesehen.

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Wolfgang Schäuble, Bundesfinanzminister

Das spricht dafür: Auch Schäuble wurde bei vergangenen Wahlen immer wieder genannt. Er gilt als der einzige CDU-Kandidat, der möglicherweise auch Stimmen aus der SPD bekommen könnte.

Das spricht dagegen: Schäuble ist nicht mehr der Jüngste, im September wird er 74. Bei der Wahl 2004 konnte sich Schäuble zudem nicht als Kandidat der Union durchsetzen - auch, weil sich die spätere Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen seine Nominierung sträubte.

Gerda Hasselfeldt

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Gerda Hasselfeldt, CSU-Landesgruppenchefin im Bundestag

Das spricht dafür: Hasselfeldt gilt als versöhnliche, uneitle Figur, die zwischen den Unionsparteien vermitteln kann. Die 65-Jährige hat ein gutes Verhältnis zu Merkel. Sie wäre die erste Frau, die das Amt übernimmt.

Das spricht dagegen: Es ist fraglich, ob die CSU-Politikerin in der gesamten Fraktion akzeptiert würde - und erst recht von Delegierten der linken Parteien.

Die Linke

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Gregor Gysi, Ex-Fraktionschef der Linken

Das spricht dafür: Gysi hat das für einen Bundespräsidenten erforderliche Redetalent und ist in der Bevölkerung beliebt.

Das spricht dagegen: Gysi mag die rhetorische Zuspitzung und Provokation. Als Parteimitglied der Linken dürfte es für ihn schwer werden.

Ursula von der Leyen

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Ursula von der Leyen, Bundesverteidigungsministerin

Das spricht dafür: Wer Bundesverteidigungsministerin kann, kann auch Bundespräsidentin. Wäre zudem die erste Frau im Amt.

Das spricht dagegen: Galt in der Vergangenheit bereits als aussichtsreiche Kandidatin, am Ende wurde jedoch Christian Wulff nominiert. Sie könnte zudem an Regierungsämtern mehr Gefallen finden.

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Frank-Walter Steinmeier, Außenminister

Das spricht dafür: Steinmeier ist sehr beliebt, kann schlau reden und müsste dann nicht noch einmal Kanzlerkandidat der SPD werden.

Das spricht dagegen: Er muss Kanzlerkandidat der SPD werden, damit es auf keinen Fall Sigmar Gabriel macht.

Papier zur Vereinfachung des Steuerrechts vorgestellt

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Peer Steinbrück, Ex-Kanzlerkandidat der SPD

Das spricht dafür: Wer Kanzlerkandidat kann, kann auch Bundespräsident.

Das spricht dagegen: Kanzlerkandidat konnte er ja gar nicht.

Navid Kermani

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Navid Kermani, Schriftsteller

Das spricht dafür: Ein Muslim, in Siegen geboren, mit einem deutschen und einem iranischen Pass - denen in der AfD wird die Kinnlade runterklappen. Sein Name wird manchmal genannt, wenn es um einen möglichen Kandidaten der SPD geht.

Das spricht dagegen: Bevor in Deutschland ein Muslim Bundespräsident wird, wird es sicher erst eine Frau. Zudem fehlt Kermani Erfahrung im Politikbetrieb.

SPD-Parteikonvent

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Sigmar Gabriel, SPD-Chef

Das spricht dafür: Die einzige realistische Aufstiegsoption für ihn.

Das spricht dagegen: Er muss Kanzlerkandidat der SPD werden, damit es auf keinen Fall Frank-Walter Steinmeier macht.

Jutta Allmendinger bei Tagung 'Armut und Ausgrenzung' in München, 2010

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Jutta Allmendinger, Soziologin

Das spricht dafür: Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin wird als mögliche SPD-Kandidatin gehandelt, die auch über Parteigrenzen hinweg eine Mehrheit bekommen könnte.

Das spricht dagegen: Sie ist bislang wenig bekannt.

Winfried Kretschmann

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Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Was spricht dafür: Kretschmann ist populär. Seine Wahl könnte ein Signal sein für eine engere schwarz-grüne Zusammenarbeit in Berlin.

Was spricht dagegen: Nicht allen in der Union dürfte eine engere Zusammenarbeit mit den Grünen gefallen. Ob SPD und Linke Kretschmann unterstützen würden, ist ebenfalls fraglich.

© SZ.de/bepe/kler/ghe

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