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Bundespolitik:Die CDU schnitt besser ab als die AfD - das gilt schon als Erfolg

Immerhin ist die CDU nicht wie in Schwerin hinter die AfD geraten. So etwas gilt heute schon als Erfolg. Vor allem aber profitiert Merkel weiter von der großen Unsicherheit der eigenen Partei darüber, wie es nach einem Abgang der Kanzlerin weitergehen würde. Das gilt sowohl personell als auch politisch.

Alle Beschlüsse der Merkel-Regierung aus den vergangenen Monaten dienten der Begrenzung des Flüchtlingszustroms, Merkel kann sogar darauf verweisen, den Beschluss des CDU-Parteitages im Dezember 2015 umgesetzt zu haben. Kein neuer Kanzler und CDU-Chef könnte mehr bewirken. Selbst das Verhältnis zur Schwesterpartei könnte sich entkrampfen. Schon ist Merkel der CSU mit einer neuen Einordnung ihres Mantras "Wir schaffen das" entgegengekommen.

Wahl in Berlin "Das ist der zweite massive Weckruf in zwei Wochen"
Reaktionen auf die Wahl in Berlin

"Das ist der zweite massive Weckruf in zwei Wochen"

In der Union rumort es, der Berliner Spitzenkandidat will aber nicht zurücktreten. Jubel bei der AfD. Die Reaktionen auf die Wahl in Berlin.

CSU-Chef Horst Seehofer wiederum zeigte sich am Wochenende optimistisch, dass die Streiterei ein Ende haben könne. Lackmustest wird seine Reaktion auf das Ergebnis der CDU in Berlin sein. Wenn er nur leise schimpft, hat Merkel aus München wenig zu befürchten.

Die große Koalition im Bund wird weiterregieren

Und in Berlin auch nichts. Die große Koalition im Bund wird in ihrer bisherigen Aufstellung weiterregieren. SPD-Chef Sigmar Gabriel wetterte zwar am Wochenende in der Bild am Sonntag heftig gegen CDU und CSU, verwies aber zugleich darauf, dass das Klima in der großen Koalition besser sei, "als man es von außen denkt".

Trotzdem erlaubte er sich, perspektivisch von einer "Mehrheit diesseits der Union" zu träumen. Genau das Signal, das nun auch von Berlin ausgeht. Denn gewonnen ist gewonnen. Was der SPD in Mecklenburg-Vorpommern recht war, ist ihr auch in Berlin billig. "Die AfD spaltet, die Union streitet sich", konstatierte Gabriels Stellvertreterin Manuela Schwesig, da komme es eben auf die SPD an.

Die Sozialdemokraten in der Bundeshauptstadt mögen wie schon die Genossen in Schwerin Prozentpunkte eingebüßt haben, aber sie bleiben stärkste Partei - und Bürgermeister Michael Müller im Amt, vermutlich mit Grünen und Linken. Kein SPD-Spitzenpolitiker sprach am Sonntag von einem Signal für den Bund. Der Fingerzeig ergibt sich von ganz allein.

Wahl in Berlin Der Abend in Bildern Bilder

Wahl in Berlin

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