Angela Merkel hat gern die Kontrolle über das eigene Bild. Wenn demnächst das von ihr finanzierte Porträt vom Bode-Museum ins Kanzleramt wechselt, dann nur als Dauer-Leihgabe. Denn so behält sie die Oberhand über ihr Kanzlerin-Porträt, je nachdem, wer mal in das Kanzleramt einzieht. Aber sie ist auch bemüht, ihr eigenes Bild bei einem für die historische Bewertung ihrer Kanzlerschaft nicht ganz unwichtigen Detail ins rechte Licht zu rücken: bei der Frage, ob der Ukraine-Krieg vielleicht vermeidbar gewesen wäre.
Krieg in der UkraineDrei Kanzler und ihr Umgang mit Putin
Lesezeit: 6 Min.

Angela Merkel und Wladimir Putin beim Treffen in Sotschi 2007, bei dem Putins Labrador herumlief. Später entschuldigte sich der Kremlchef, er habe angeblich nicht gewusst, dass die Kanzlerin Angst vor Hunden habe. Doch Merkel nahm ihm das nicht ab.
dpa Picture-Alliance / epa Serge/picture-alliance/ dpaHätte es mit Angela Merkel als Kanzlerin den Krieg in der Ukraine nicht gegeben? Ausgerechnet Gerhard Schröder hält das für möglich. Doch sein SPD-Nachfolger Olaf Scholz ist da ganz anderer Meinung.
Von Georg Ismar, Berlin
