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Bürgerkrieg in Syrien:Mindestens 40 Tote bei Selbstmordanschlag vor Moschee

Ein Selbstmordattentäter hat in der syrischen Hauptstadt Damaskus vor einer Moschee eine Bombe gezündet und dabei mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Unter den Toten ist auch ein regimetreuer Geistlicher.

Ein Selbstmordattentäter hat sich am Donnerstag in einer Moschee der syrischen Hauptstadt Damaskus in die Luft gesprengt und dabei mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen.

Wie das staatliche Fernsehen am Abend unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtete, waren unter den Todesopfern auch der bekannte regierungstreue Geistliche Mohammed Said Ramadan al-Buti und dessen Enkelsohn. Mindestens 84 Menschen wurden verletzt.

Dem Staatsfernsehen zufolge zündete der Attentäter seine Bombe in der Al-Iman-Moschee im nördlichen Stadtteil Masraa. In dem Bericht war von einem "terroristischen" Anschlag die Rede; als "Terroristen" bezeichnet die Führung in Damaskus für gewöhnlich die bewaffneten Aufständischen gegen die Regierung von Staatspräsident Baschar al-Assad.

Ahmed Moas al-Chatib, Führungsmitglied der Nationalen Koalition der Assad-Gegner und selbst geistlicher Würdenträger, verurteilte in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP "entschieden die Ermordung" des Geistlichen. "Wer das getan hat, ist ein Krimineller - und wir verdächtigen das Regime", sagte er. Das gelte auch für den vor wenigen Tagen getöteten Geistlichen Riad al-Saad.

Der sunnitische Geistliche Al-Buti war durch regelmäßig vom Fernsehen übertragene Freitagsgebete in Syrien bekannt. Er wurde 1929 geboren und war Inhaber eines Doktortitels in Islamwissenschaften der renommierten Kairoer Al-Ashar-Universität. Den sunnitischen Regierungsgegnern war al-Buti verhasst, im Juli 2011 jagten sie ihn aus einer anderen Moschee in Damaskus. Sie kreideten ihm an, dass er in einer Predigt sagte, die meisten Menschen, die zum Freitagsgebet kämen und anschließend demonstrierten, wüßten nicht, was Beten heißt.