Die syrische Armee hat am Mittwoch mindestens 62 Rebellen östlich der Hauptstadt Damaskus getötet. Die Aufständischen seien, nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, im Morgengrauen nahe der Industriestadt Adra in einen Hinterhalt gelockt worden. Acht weitere Rebellen gelten noch als vermisst.
Erst am Sonntag hatte Syriens Präsident Baschar al-Assad angekündet, er werde den Aufstand "mit eiserner Faust" niederschlagen. Ob in dem seit März 2011 andauernden Konflikt auch chemische Waffen eingesetzt wurden, soll ein Team aus UN-Waffeninspekteuren klären.
Am Dienstag war aus UN-Diplomatenkreisen verlautet worden, dass die Überprüfung kommende Woche beginnen und bis Monatsende abgeschlossen werden soll. Das UN-Team soll allerdings nur herausfinden, ob Nervengas oder andere chemische Kampfstoffe eingesetzt wurden, nicht aber von wem. Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig vor, im Bürgerkrieg chemische Waffen eingesetzt zu haben.
Insgesamt sollen drei Orte untersucht werden, darunter Chan al-Assal nahe der Stadt Aleppo. Dort sollen nach Regierungsangaben 26 Menschen durch Nervengas von Aufständischen getötet worden sein. Die beiden anderen Orte werden aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.
Die syrische Opposition hat den Vereinten Nationen ihre volle Kooperation zugesichert. Bislang hat die UN Berichte über insgesamt 13 mutmaßliche Chemiewaffenangriffe erhalten, unter anderem aus den USA, Frankreich und Großbritannien.