Wer in den vergangenen Jahren die Debatte über das Bürgergeld verfolgt hat, der konnte leicht den Eindruck bekommen, die Grundsicherung stelle eine Art Selbstbedienungsladen des Sozialstaats dar. Die Kosten seien stark gestiegen, hieß es, Menschen, die arbeiten könnten, arbeiteten nicht. Kurz: Missbrauch sei weitverbreitet. Das Sozialsystem sei „für Menschen da, die unsere volle Unterstützung wirklich brauchen“, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann im August mit Blick auf das Bürgergeld. „Aber wir erleben, dass es zu einfach ist, es auszunutzen. Und das müssen wir abstellen.“
GrundsicherungViele Bedürftige verzichten auf Unterstützung
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Überforderung, Angst oder Scham – aus solchen Gründen nehmen Menschen staatliche Hilfen oft nicht in Anspruch. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt aber auch Wege, wie sich das ändern ließe.
Von Roland Preuß, Berlin
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