Brunsbüttel:Tückischer Ausstieg

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Gegen den Bau des Reaktors Brunsbüttel gab es einst vehemente Proteste. Nun stößt auch sein Abriss auf Widerstand.

Von Thomas Hahn, Brunsbüttel

Karsten Hinrichsen von der Bürgerinitiative Brokdorf-akut lässt sich weder abschalten noch stilllegen, das unterscheidet ihn eindeutig von einem Atomkraftwerk. Und von selbst gibt Hinrichsen auch keine Ruhe. Seit vier Jahrzehnten kämpft er gegen die Kernenergie, und er lässt nicht locker. Bei Hinrichsen könnte man glauben, der Widerstand halte jung, so wach und drahtig wie der grauhaarige Mann im Elbeforum von Brunsbüttel steht und sich in einer Pause über Politik und Industrie empört. Der Erörterungstermin zum weiteren Verfahren mit dem Atomkraftwerk Brunsbüttel beeindruckt ihn gar nicht. "Es trieft nur so von gummiartigen Ausdrücken", sagt Hinrichsen, "wenn es uns nicht gelingt, genügend Verfahrensfehler zu finden, die ein Gericht für erheblich hält, wird die Genehmigung größtenteils im Sinne von Vattenfall ausgesprochen, und wir mit unseren Strahlenschutzwünschen gucken in die Röhre."

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