Robert Schuman war ein Pionier der Europäischen Union. Am 9. Mai 1950 schlug er als französischer Außenminister vor, die Kohle- und Stahlindustrie von Frankreich und Deutschland unter eine gemeinsame Behörde zu stellen – eine revolutionäre Idee war das, fünf Jahre nach Kriegsende, von einem Politiker, den die Gestapo festgesetzt hatte, weil er nicht kollaborieren wollte. Sein Vorschlag führte zur Gründung der Montanunion und machte den Weg für ein vereinigtes Europa bis hin zur EU frei. Robert Schuman hat es verdient, dass man ihn in Ehren hält. Aber was machen die da in Brüssel?
BrüsselWie eine Bratpfanne den Weg ins Herz der EU fand
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Robert Schuman, ein Wegbereiter der europäischen Einigung, forderte einst „schöpferische Anstrengungen“. Die hätten auch dem nach ihm benannten Verkehrskreisel (hier während der Bauphase im Jahr 2025) gutgetan.
NICOLAS TUCAT/AFPDer Versuch, den zentralen Platz im Brüsseler Europaviertel zu verschönern, erstickt in politischer Kleingeistigkeit – und der große Europäer Robert Schuman muss seinen Namen dafür hergeben.
Von Josef Kelnberger, Brüssel
