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Brexit-Kämpferin Theresa May:Lady gaga

Einfach weitermachen, egal was passiert. Theresa May - hier am Montag in Westminster Abbey - sagt: "Ich kenne immerhin die Stimmung im Land."

(Foto: AFP)

Manche nennen es "Widerstandskraft", andere "Irrsinn". Was Premierministerin Theresa May will, kann nicht mal sie selbst noch sagen. Trotzdem macht sie immer weiter.

Alle Metaphern sind aufgebraucht, alle Witze gemacht. Was soll man jetzt noch sagen, was glauben? Am Mittwoch, dem Morgen danach, sitzen die Briten vor ihren Radios, Fernsehern und Zeitungen, stehen an Bushaltestationen und in der überfüllten Metro, starren in ihr Porridge und ihren Tee mit Milch, und wissen: nichts. Was will dieses Parlament, das nicht für einen Deal mit Brüssel, aber auch gegen keinen Deal mit Brüssel stimmt? Was will diese seltsame Frau an der Spitze der Regierung, die sich bei ihren Auftritten immer ganz besonders schwere Ketten um den Hals hängt, als zöge sie nicht das Schicksal allein schon erbarmungslos zu Boden? Wie soll es jetzt weitergehen? Ein BBC-Reporter in der viel gehörten Morgensendung Today stockt kurz, man weiß nicht, ob vielsagend oder erschöpft, und stöhnt dann ins Mikrofon: "Dies sind gefährliche Zeiten."

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