Energie sollte in Brandenburg eigentlich eine saubere Sache werden. So hatten es SPD und Linke 2014 bei der Neuauflage ihrer rot-roten Koalition eigentlich beschlossen. Das Ziel: Bis 2030 sollten in dem Bundesland 72 Prozent weniger Kohlendioxid emittiert werden als noch 1990. Doch nun wird endgültig klar, dass aus den ehrgeizigen Plänen nichts wird. Nachdem Mitte Juli bereits die SPD von den Zielen abgerückt war, verabschiedet sich nun auch noch der kleinere Koalitionspartner von dem Plan. Dabei hatten Teile der Linken vor vier Wochen zunächst angekündigt, für die Ziele kämpfen zu wollen.
Braunkohle:Linke in Brandenburg gibt strenge Klimaziele auf
Schlot an Schlot: Das Braunkohlekraftwerk im südbrandenburgischen Jänschwalde ist in Deutschland das größte seiner Art.
(Foto: Patrick Pleul/dpa)- Nach der SPD rückt auch die Linke von den strengen Klimazielen der Koalition ab.
- In einem internen Papier der Fraktionsspitze heißt es, auf das Ziel von 72 Prozent weniger Emissionen müsse verzichtet werden.
- Für die die Klimapolitik in Deutschland gilt das als neuer Rückschlag.
Von Markus Balser und Jens Schneider, Berlin
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