Es fängt ja schon beim Frühstück an: Wenn alles so kommt, wie von US-Präsident Donald Trump geplant, könnte das in den Vereinigten Staaten bald massiv teurer werden. Denn bisher stammt rund ein Drittel des dort konsumierten Kaffees aus Brasilien, ebenso wie fast die Hälfte des in US-Supermärkten verkauften Orangensafts. Diese Produkte, ebenso wie alle anderen aus dem südamerikanischen Land, sollen vom 1. August an nun mit Strafabgaben belegt werden: „50 Prozent“, so steht es in einem Brief aus dem Weißen Haus vom Mittwochnachmittag Ortszeit.
HandelsstreitBrasilien reagiert gelassen auf Trumps Superzölle
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„Brasilien ist ein souveräner Staat mit unabhängigen Institutionen, der sich von niemandem bevormunden lassen wird“, erklärte Präsident Lula da Silva kurz nach den Ankündigungen aus Washington.
Pablo Porciuncula/AFPWegen einer angeblichen „Hexenjagd“ gegen den brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro belegt Donald Trump das Land mit 50 Prozent Strafsteuern. Doch der wirtschaftliche Schaden ist gering – und der linken Regierung könnte der Streit sogar nützen.
Von Christoph Gurk, Buenos Aires
