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Brasilien:Umstrittene Rentenreform verabschiedet

Die umstrittene Rentenreform von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat eine erste große Hürde genommen. Im Parlament stimmte eine überraschend große Zahl von Abgeordneten für das Gesetzesvorhaben. Die Reform sieht vor, das Eintrittsalter auf 65 Jahre für Männer und 62 Jahre für Frauen anzuheben. Ausgenommen sind Berufsgruppen wie Bundespolizisten. Die Mindestbeitragszeit soll 20 Jahre betragen, die Invalidenrente gekürzt werden.

Oppositionspolitiker kritisierten die Pläne derweil als sozial ungerecht. Schon in den vergangenen Wochen gab es Proteste gegen die befürchteten Rentenkürzungen, auch am Mittwoch demonstrierten Kritiker vor dem Parlament. Allerdings belegen Umfragen, dass mittlerweile ein Großteil der Brasilianer für eine Rentenreform ist.