bedeckt München 21°

Brasilien:Schulen des Verbrechens

Mindestens 60 Tote bei Revolte in brasilianischer Haftanstalt

17 Stunden lang bekämpften sich rivalisierende Banden im Gefängnis Anísio Jobím in Manaus, Brasilien.

(Foto: dpa)

In Brasiliens Gefängnissen werden fast hundert Häftlinge binnen Tagen brutal von ihren Mitinsassen ermordet: Zwischen verfeindeten Drogenbanden ist Krieg ausgebrochen. Die meisten Politiker lässt das kalt.

"Unter den Toten waren keine Heiligen." So sieht das José Melo, der Gouverneur des Bundesstaates Amazonas. Damit ist schon fast alles gesagt über die Abgründe des brasilianischen Strafvollzugs. Jene 60 Menschen, die in den ersten Januartagen in der größten Haftanstalt von Manaus, der Hauptstadt von Amazonas, massakriert wurden - verstümmelt, zerteilt, enthauptet - waren allesamt verurteilte Verbrecher.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
SZ-Magazin
»Mit dem richtigen Kissen können wir loslassen«
Teaser image
Online-Dating
Wie ein Vampir
Teaser image
Karriere
"Im Arbeitsleben sind wir keine Familie"
Teaser image
Verkehr und Stadt
Platzangst
Teaser image
Europa und China
Schaut auf dieses Land