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Brasilien:Sauerstoff  aus Venezuela

Inmitten des Corona-Notstands in nordbrasilianischen Krankenhäusern haben fünf Tankwagen mit Sauerstoff aus Venezuela die brasilianische Stadt Manaus erreicht. Das berichtet die Zeitung Folha de S. Paulo. Venezuelas Machthaber Nicolas Maduro hatte die Hilfe angeboten. Die Lieferung ist eine diplomatische Demütigung für Brasiliens Präsident Jair Messias Bolsonaro, der sich bisher stets abfällig über die Versorgungslage in Venezuela geäußert hat. Die Tankwagen legten rund 1500 Kilometer durch den Amazonaswald zurück. Die rund 107 000 Kubikmeter Sauerstoff werden zwei Tage reichen. Derzeit verbrauchen die Krankenhäuser in Manaus täglich 76 000 Kubikmeter, während das die Stadt versorgende Unternehmen 28 200 Kubikmeter pro Tag produziert.

Am Dienstag wurde bekannt, dass auch in anderen Regionen Amazoniens den Krankenhäusern der Sauerstoff ausgehe.

© SZ vom 21.01.2021 / KNA
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