Brasilien:Die Macht des Militärs

Brasilien: Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro holte Tausende Offiziere in Staatsposten - vielleicht auch aus alter Verbundenheit, er war selbst bei der Armee.

Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro holte Tausende Offiziere in Staatsposten - vielleicht auch aus alter Verbundenheit, er war selbst bei der Armee.

(Foto: Adriano Machado/Reuters)

Lange genoss die Armee in Brasilien hohes Ansehen. Doch nun kommen Skandale, sogar Putschpläne ans Licht - und das Land fragt sich: Wie sehr kann man den Streitkräften noch vertrauen?

Von Christoph Gurk, Buenos Aires

Auf den ersten Blick ist alles so wie immer: Am 7. September begeht Brasilien seinen Nationalfeiertag. Gedacht wird der Unabhängigkeitserklärung von Portugal vor nunmehr 201 Jahren. Schulen und Geschäfte haben geschlossen, wer kann, geht an den Strand oder trifft sich mit seiner Familie, und wer will, der sieht sich eine der vielen traditionellen Militärparaden an, in Rio de Janeiro oder in São Paulo, in Curitiba oder Brasília. Rund 2000 Soldaten marschieren allein in der Hauptstadt über die Prachtstraße im Zentrum. Panzer fahren auf, Einheiten demonstrieren ihren Einsatzwillen und am Schluss zeigt die Kunstfliegerstaffel ihr Können, auch das ist längst schon Tradition.

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