Nach dem Scheitern der SPD-BSW-Koalition in Brandenburg ist ein AfD-Antrag zur Auflösung des Landtags für eine Neuwahl gescheitert. Die möglichen künftigen Regierungspartner SPD und CDU lehnten ihn ab. Das BSW stimmte bei der namentlichen Abstimmung geschlossen für den AfD-Antrag – wie die AfD. Für einen Erfolg wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig gewesen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte die bundesweit einzige Koalition von SPD und BSW am Dienstag beendet, er will vorerst mit einer Minderheitsregierung weiterarbeiten und strebt eine Koalition mit der CDU an, die zwei Stimmen Mehrheit hätte. Zuvor waren drei BSW-Abgeordnete, darunter ein Minister und eine Landtagsvizepräsidentin, nach internen Streitigkeiten aus der BSW-Landtagsfraktion ausgetreten, wodurch die Regierungsmehrheit verloren ging. AfD und BSW halten es für eine Missachtung des Wählerwillens, Neuwahlen zu verweigern.