Brandenburg:Jedes zweite AfD-Mitglied  rechtsextrem

Die Brandenburger AfD hat sich nach Einschätzung von Innenminister Michael Stübgen (CDU) seit ihrer Einstufung als rechtsextremistischer Verdachtsfall vor zwei Jahren weiter radikalisiert. "Besonderes Kennzeichen der brandenburgischen AfD ist dabei ihr ausgeprägtes völkisch-nationalistisches Lager", sagte Stübgen am Montag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für 2021. Demnach wird mit 730 Personen mehr als jedes zweite der rund 1400 AfD-Mitglieder als rechtsextremistisch eingestuft. Hinzu kommen 60 Mitglieder der Jugendorganisation Junge Alternative. In der AfD-Landtagsfraktion werden laut Verfassungsschutzchef Michael Müller neben Fraktionschef Christoph Berndt als Chef des rechtsextremen Vereins "Zukunft Heimat" weitere Fraktionsmitglieder wie Daniel Freiherr von Lützow und Lars Günther als Rechtsextreme eingestuft. Der Rechtsextremismus ist nach Einschätzung von Innenminister Stübgen insgesamt die größte Gefahr in Brandenburg. Die Zahl der Rechtsextremen sei im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 30 auf 2830 gesunken, sagte er. Gleichzeitig sei die Zahl der rechtsextremen Gewaltstraftaten um 39 auf 108 gestiegen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB