In nationalistischen Kreisen genießt Karadžić, genau wie Mladić, hohes Ansehen. Der serbische Dichter Dragoljub Scekic soll sogar gefordert haben: "Jedes serbische Haus soll sein Versteck sein, und jeder wahre Serbe sein Verbündeter." Nach Karadžićs Festnahme kam es in Belgrad zu Ausschreitungen zwischen seinen Anhängern und der Polizei, während in Sarajevo Menschen auf den Straßen feierten.

Im Bild: Anhänger der ultra-nationalistischen Serbischen Radikalen Partei zeigen auf einer Demonstration Bilder von Karadžić und Mladić. Der Drei-Finger-Gruß war ursprünglich ein Eid auf die Bibel und die serbisch-orthodoxe Kirche, der sich aus den Aufständen gegen die Osmanen entwickelte. Durch den Krieg in Jugoslawien wurde er zum nationalen Identifikationssymbol der Serben.

Bild: REUTERS 24. März 2016, 12:222016-03-24 12:22:35 © SZ.de/mcs/odg