Bonner Bombenalarm:Polizei lässt Festgenommene wieder frei

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Zwei Männer hatte die Polizei nach dem Bombenalarm am Bonner Hauptbahnhof festgenommen - jetzt sind beide wieder auf freiem Fuß. Ein Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, teilte die Kölner Polizei am Dienstagabend mit.

Zwei im Zusammenhang mit dem Bombenalarm am Bonner Hauptbahnhof festgenommene Verdächtige sind wieder frei. Das teilte die Kölner Polizei am Dienstagabend mit. Ein Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, hieß es.

Am Montagmittag hatte eine herrenlose Tasche in einem Wartesaal des Bonner Hauptbahnhofs einen Großalarm ausgelöst. Das Gepäckstück wurde nach Angaben der Polizei in Anschlagsabsicht dort deponiert.

Eine erste Festnahme meldeten die Fahnder des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes am Dienstagnachmittag: Es sei gelungen, in der Bonner Innenstadt einen dringend tatverdächtigen 27-Jährigen festzunehmen. Der Somalier Omar D. werde der radikalen Bonner Salafistenszene zugerechnet.

Am Dienstagabend dann die Nachricht einer zweiten Festnahme: Beide Männer wurden nach Angaben der Kölner Polizei befragt und überprüft. Details wollten die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekanntgeben.

Nach der Freilassung der beiden Männer sucht die Polizei mit einem Fahndungsfoto weiter nach einem Hauptverdächtigen, der am Montag die Tasche am Bahnhof deponiert haben soll.

Tasche enthielt "zündfähiges Material"

Nach dem Fund der Tasche ist weiter unklar, ob deren Inhalt tatsächlich hätte explodieren können. Fest steht bislang lediglich, dass sich in dem Gepäckstück - das zur Sicherheit kontrolliert gesprengt worden war - "zündfähiges Material" befand. Nach Informationen von Spiegel Online soll es sich bei den enthaltenen Gegenständen um ein Metallrohr, einen Wecker und Batterien gehandelt haben. Zudem seien in der Tasche Butangas und Ammoniumnitrat gewesen.

Ob die aufgefundene Konstruktion tatsächlich explosionsfähig war, könne noch nicht gesagt werden, teilte die Polizei Köln mit. "Es konnte bislang noch kein Zünder aufgefunden werden", sagte eine Sprecherin. Die Untersuchungen durch Sprengstoffexperten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes dauern an.

© Süddeutsche.de/dpa/feko - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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