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Enthüllungsbuch von Ex-Sicherheitsberater:US-Medienberichte: US-Justizministerium ermittelt gegen John Bolton

John Bolton

Der ehemalige Sicherheitsberater John Bolton beschreibt den Präsidenten in seinem Enhüllungsbuch als einen Politiker, der seine eigenen Interessen über die des Landes stellt.

(Foto: dpa)

Bei der strafrechtlichen Untersuchung geht es darum, ob der ehemalige Sicherheitsberater des US-Präsidenten in seinem Enthüllungsbuch geheime Informationen preisgegeben hat.

Mehrere US-Medien berichten übereinstimmend, dass das US-Justizministerium Ermittlungen gegen John Bolton aufgenommen hat. Drei Monate nach dem Erscheinen eines Enthüllungsbuches des ehemaligen Sicherheitsberaters von US-Präsident Trump soll nun ein Gericht klären, ob Bolton geheime Informationen preisgegeben hat.

Demnach hat eine Grand Jury den Verlag Simon & Schuster sowie Boltons Agent unter Strafandrohung angewiesen, Unterlagen zu deren Kommunikation mit Bolton auszuhändigen. Bolton bestritt über seinen Anwalt, "im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seines Buches unangemessen, geschweige denn kriminell gehandelt" zu haben. Der 71-Jährige kündigte weiter an, bei offiziellen Ermittlungen uneingeschränkt kooperieren zu wollen.

Bolton war als Sicherheitsberater im September vergangenen Jahres von US-Präsident Trump angeblich wegen Meinungsverschiedenheiten gefeuert worden. Boltons Buch mit dem Titel The Room Where It Happened (auf Deutsch: Der Raum, in dem alles geschah) war Ende Juni in den USA erschienen.

Der ehemalige Sicherheitsberater beschreibt den Präsidenten darin als einen Politiker, der seine eigenen Interessen über die des Landes stellt. Unter anderem soll Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping um Hilfe für seine Wiederwahl im November gebeten haben. Trump nannte das Buch eine "Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten" und kündigte an, Bolton werde "einen sehr hohen Preis" für die Veröffentlichung bezahlen.

Ein Bundesgericht in Washington hatte im Juni den Antrag einer einstweiligen Verfügung abgelehnt, mit der die Trump-Regierung die Veröffentlichung des Buches wegen darin enthaltener Geheiminformationen in letzter Minute stoppen wollte. Die Regierung warf Bolton damals vor, den vorgeschriebenen Weg der Freigabe durch das Weiße Haus nicht durchlaufen zu haben.

© SZ.de/dpa/hij/dit

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