Bolivien steht vor einem historischen Machtwechsel. Die Sozialisten sind bei der Wahl am Sonntag ins Bodenlose gestürzt. Seit beinahe 20 Jahren hatten sie das Land regiert und waren noch vor fünf Jahren auf 55 Prozent der Stimmen gekommen. Nach vorläufigen Ergebnissen erhalten sie nun gerade noch drei Prozent der Stimmen. In die Stichwahl ums Präsidentenamt ziehen stattdessen zwei Bewerber des eher rechten Spektrums ein: der Christdemokrat Rodrigo Paz Pereira, für den etwa 32 Prozent stimmten, und Ex-Präsident Jorge Quiroga von der rechtsgerichteten Partei Libertad y Democracia, der 27 Prozent erzielte. Die Stichwahl soll am 19. Oktober stattfinden.
PräsidentschaftswahlBolivien steht vor historischem Machtwechsel
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Eine Wählerin gibt bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag in der Hauptstadt La Paz ihre Stimme ab.
Javier Mamani/IMAGONach 20 Jahren an der Macht werden die Sozialisten bei der Wahl in dem kriselnden Land abgestraft. In die Stichwahl ziehen ein Christdemokrat und ein Neoliberaler ein – und Bolivien stehen womöglich unruhige Zeiten bevor.
Von Benedikt Peters
