Der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wollen für das kommende Jahr einen deutlich höheren Etat. Laut geheimen Haushaltsunterlagen, die der Süddeutschen Zeitung, dem NDR und dem WDR vorliegen, plant das BfV mit einem Budget von 307 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr. Der BND will etwa zwölf Prozent mehr, insgesamt 808 Millionen Euro. Über die Bewilligung der Mittel entscheidet nun das Vertrauensgremium des Bundestages.
BND und Verfassungsschutz:Geheimdienste bekommen mehr Millionen fürs Mitlesen
Das neue BND-Gebäude in Berlin.
(Foto: Tobias Schwarz/AFP)- Das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst planen für das kommende Jahr mit einem Etatplus von 18 beziehungsweise zwölf Prozent.
- Das geht aus Unterlagen hervor, die der SZ, dem NDR und dem WDR vorliegen.
- Ziel ist dabei vor allem, die verschlüsselte Kommunikation im Internet besser überwachen zu können.
Von Antonius Kempmann, Reiko Pinkert und Jan Strozyk, Berlin
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Leben und Gesellschaft
»Unser Stress scheint noch größer zu werden, je schneller wir Aufgaben abarbeiten«
Abrüstung
"Glauben Sie, dass man das Spiel mit dem Weltuntergang gegen einen Diktator gewinnen kann?"
Militärische Lage
Warten auf den nächsten Schlag
Wissen
Was beim Abnehmen wirklich hilft
Karriere
"Auch als leise Person kann man Erfolg haben"