Blockupy-Demonstrationen:Verheerendes Medienecho

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Das Medienecho fällt für Polizei und Regierung überaus negativ aus. Viele Journalisten waren selbst Zeuge des umstrittenen Polizeieinsatzes, einige wurden verletzt. Der Journalistenorganisation DJU sah im Vorgehen der Polizei einen Verstoß gegen die Pressefreiheit. Auch einige Tage nach dem Vorfall ist der Tenor in der Berichterstattung klar. Die Frankfurter Rundschau zitiert Sanitäter, die schwere Vorwürfe gegen die Polizei erheben, in derselben Zeitung kritisieren gar hessische Polizisten das brutale Vorgehen von Kollegen aus anderen Bundesländern. "Die kamen, haben zugeschlagen und sind wieder heimgefahren", zitiert die Zeitung einen Beamten.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung - der man schwerlich eine linksradikale Ausrichtung unterstellen kann - lässt den Staatsrechtler Christoph Gusy zu Wort kommen, ebenfalls mit Kritik am Einsatz. "Regenschirme sind keine Vermummung", sagt dieser, und: Die Polizei dürfe nicht aufgrund bloßer Vermutungen in das Versammlungsrecht eingreifen. "Sie muss konkrete Anhaltspunkte im konkreten Fall zu einem konkreten Zeitpunkt haben. Dass sich in einem Demonstrationszug üble Gesellen befinden, reicht nicht aus, um einen gesamten Zug zu stoppen."

#blockupy 2013

"Eine Schande für Frankfurt"

Auf einer Pressekonferenz Anfang der Woche hatten bereits zahlreiche Vertreter verschiedener Medienhäuser ihrem Ärger Luft gemacht - waren doch viele von ihnen laut eigenen Aussagen selbst von Polizeiübergriffen betroffen. "Zwischenrufe, Flut von Vorwürfen, 'Schande'-Rufe: So eine Polizei-PK habe ich noch nie erlebt", bilanzierte am Montag der Rundfunk-Journalist Frank von Bebber die Pressekonferenz.

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