Binnenflüchtlinge:Dramatischer Anstieg

Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat laut einer Studie Ende 2021 mit 59,1 Millionen einen Höchststand erreicht. 2020 seien 55 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht vor Gewalt, Kriegen und Naturkatastrophen gewesen, teilte das Beobachtungszentrum für interne Vertreibung am Donnerstag mit. Neue Wellen von Gewalt sowie Langzeitkonflikte in Ländern wie Äthiopien, Afghanistan, Syrien und der Demokratischen Republik Kongo hätten die Situation verschärft. Der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrats, Jan Egeland, betonte, dass die aktuelle Lage noch viel schlimmer sei. Die fast acht Millionen Kinder, Frauen und Männer, die in diesem Jahr vor dem russischen Angriffskrieg innerhalb der Ukraine geflüchtet seien, hätten noch nicht erfasst werden können. Das Völkerrecht unterscheidet zwischen Binnenflüchtlingen einerseits und Flüchtlingen, die aus ihrem Heimatland in ein anderes Land fliehen. Das Hilfswerk UNHCR gab die Zahl der Flüchtlinge für Mitte 2021 mit rund 27 Millionen an.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB